Geschichte des Vereins

Historie

Der Förderkreis für Therapeutisches Reiten wurde 1988 in Hof/Saale von engagierten Mitgliedern des VFD(Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V.)gegründet.

Einer dieser Gründer war Josef Keßler. Seine Ursprungsidee war es, auch jenen Reitern einen Zugang zu diesem Berufszweig zu ermöglichen, die nicht leistungssportlich orientiert sind. Diese Idee fand ihren Ausdruck in der Konzeption einer Ausbildung zum/zur Reittherapeutischen Assistent(in). Hier wurden von Anfang an Techniken gelehrt, Pferde vom Boden aus zu gymnastizieren und zu korrigieren. Darüber hinaus war es ein Grundgedanke, dem Pferd als Lebewesen Raum zu geben, da es nur dann gut arbeitet, wenn es sich wohl fühlt.

Im Verein setzte man sich daher schon zu einer Zeit für die Offenstall- und Gruppenhaltung ein, in der dies noch nicht überall üblich war. Die Achtung vor dem Wesen des Pferdes bildet noch heute eine tragende Säule in der RTA-Ausbildung und wird in der Aufbaustufe weiterverfolgt.

Eines unserer Gründungsmitglieder – Hannelore Buchheit – setzte sich dann als langjähriges Vorstandsmitglied und als Ausbilderin im RTA für die wertschätzende Haltung gegenüber allen Menschen ein, besonders gegenüber jenen mit Behinderungen. Auch dieser feste Grundsatzsteht bis heute im Mittelpunkt.

Das Gesamtkonzept wurde im Wesentlichen von Evi Pfeiffer entwickelt. Ihre gelebte heilpädagogische Einstellung, die in dem Zitat „Für das Fehlende, nicht gegen den Fehler“ von Paul Moor zum Ausdruck kommt, begleitet uns bis heute. Evi Pfeiffer half uns über die wilden Anfangsjahre hinweg bis in ruhigeres Fahrwasser, in dem sich die jetzigen Ausbildungsteams bewegen können.

Die Verbindung zwischen unterschiedlichen Ausbildungs- und Arbeitsweisen war uns immer wichtig.

Der Förderkreis ist heute der zweitälteste Ausbildungsverein für Reittherapeuten in Deutschland.